Berufsbild SEO-Manager

„Gibt es dazu schon eine valide Aussage?“ – „Es gibt dazu jetzt schon eine offizielle Stellungnahme und ich habe das auch schon mal getestet.“

Im Bereich SEO hat sich in den letzten Jahren einiges getan. SEO wird immer komplexer und die Anzahl an „SEO Experten“ ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Ob Agentur, Freelancer, Inhouse SEO, SEO Consultant, SEO-Manager und was es nicht noch alles – man könnte meinen SEO wandelt sich täglich. Hierbei handelt es sich nicht mal nur um eine Vermutung, sondern SEO wandelt sich wahrscheinlich sogar wirklich täglich. Da im Bereich SEO tägliche Weiterbildung ein Muss ist, merkt man, wie sich SEO täglich weiterentwickelt. Jeden Tag gibt es weltweit neue Erkenntnisse, neue Test, neue Videos und neue Artikel zu dem Thema und vor allem Einsteigern fällt es oft sehr schwer aus dieser gesamten Datenflut die „richtigen“ Erkenntnisse zu ziehen. Sehr viele glänzen mit Halbwissen und veröffentlichen dieses um anderen, die noch mehr Halbwissen besitzen, SEO zu erklären. Ob Agentur, oder Inhouse, der Bereich SEO ist ein heikles Thema in dem nur die Wenigsten den Überblick behalten.

Was genau ist eigentlich SEO und wozu brauch man das?
Pff, diese Frage allein reicht theoretisch schon aus um mehrere Bücher zu füllen, aber wir wollen es mal versuchen auf den Punkt zu bringen. SEO bedeutet SEARCH ENGINE OPTIMIZATION, was übersetzt soviel bedeutet wie Suchmaschinenoptimierung. SEOs sorgen dafür, dass die eigene Website technisch so gut aufgestellt ist, dass die Daten von dem Suchmaschinencrawler bestmöglich erfasst werden können. Wenn diese dann richtig verarbeitet und interpretiert werden, dann steigt die Seite zu bestimmten Suchphrasen im Suchmaschinenranking. Und bevor wir jetzt überhaupt weitermachen können, müssen wir erst einmal ein Grundverständnis schaffen.

Gibt man in eine Suchmaschine beispielweise 2 Wörter ein (Query), weil man etwas Bestimmtes sucht, dann erscheinen beispielweise bei Google bis zu 10 Suchergebnisse. Diese Ergebnisse werden von der Suchmaschine angezeigt, weil sie der Meinung ist, dass die Seiten bestmöglich zu der Suchanfrage passen. Geht man mal ein bisschen weiter, dann kann man sagen, dass es bestimmte Suchanfragen gibt, die sehr häufig eingegeben werden, also besonders viele Nutzer suchen etwas Bestimmtes. Unternehmen, die unter anderem Geld mit Werbung verdienen sind natürlich daran interessiert, dass möglichst viele Nutzer auf deren Seite kommen und beispielweise auf die Werbung klicken, damit Einnahmen generiert werden. Nun wäre es doch natürlich toll aus Sicht der Unternehmen, wenn die eigene Unternehmensseite zu bestimmten Suchbegriffen, die sehr häufig eingegeben werden in der Suchmaschine „ganz oben“ angezeigt werden, denn die ersten Ergebnisse zählen zu den „wichtigsten“. Wenn also Unternehmen X zu einer Suchanfrage in den Suchmaschinen beispielsweise „ganz oben“ angezeigt wird, und das Suchvolumen hinter dieser Suchanfrage ist sehr hoch, dann kann man davon ausgehen, dass sehr viele Leute auf genau das Suchergebnis klicken und so zu der Seite von Unternehmen X kommen. Dort besteht dann die Chance, dass auf beispielsweise Werbung geklickt wird und so Einnahmen generiert werden. Also kann man festhalten, dass eine gute Position in dem Suchmaschinenergebnis viel Geld einbringen kann.

Und was genau macht ein SEO?
Wie bereits oben beschrieben sorgen SEOs dafür, dass die eigene Website zu vorher definierten Begriffen optimal gefunden wird. SEOs können ermitteln, welche Begriffe ein hohes Suchvolumen besitzen und können eine Website dahingehend optimieren, dass sie zu der bestimmten Suchanfrage optimal gefunden wird. So wird vorher geschaut, welche Suchanfragen in hohes Suchvolumen besitzen, daraufhin wird eine Seite zu dem Thema erstellt und dann wird dann durch Optimierung dafür gesorgt, dass diese Seite in den Suchmaschinen häufig gut positioniert angezeigt wird. Das ist noch lange nicht alles, sondern die Spitze des SEO-Eisbergs, aber es soll zumindest schon mal verdeutlichen, dass die Suchmaschinen heutzutage sehr wichtig geworden sind. Besitzt man eine Website, die zu einer bestimmten Suchanfrage in den Top Ten angezeigt wird und besitzt diese Suchanfrage hohes Suchvolumen, dann kann man bereits Nutzer auf seine Seite holen ausschließlich mit der Suchmaschine. Früher benötigte man noch Werbung (Online und Offline), heute ist eine relevante Trafficquelle schon die Suchmaschine. Schaut man sich das Ganze mal etwas genauer an, dann kann man noch einen Schritt weiter gehen. Suchen viele Leute „Herrenschuhe kaufen“, dann kann man davon ausgehen, dass diese Nutzer schon eine direkte Kaufintention haben. Diese Nutzer wollen „online Geld ausgeben“ und das kann für viele schon sehr interessant werden, die einen Online-Schuhshop besitzen. Diese Nutzer wollen also im Internet Schuhe kaufen, daher wäre es doch klasse, wenn man in der Suchmaschine mit seinem Schuhshop „ganz oben“ angezeigt wird. Genau darum geht es. Wenn man Suchanfragen (sogenannte Keywords) ermittelt hat, die häufig gesucht werden, dann man seine Seite dahingehend optimieren. Viele Websiten wurden bisher noch nicht optimiert, was bedeutet, dass die Suchmaschinen teilweise gar nicht verstehen können um was es auf der Seite eigentlich geht. Dadurch, dass die Seite technisch nicht optimiert wurde, kann die Seite gar nicht in den Suchmaschinen vorne angezeigt werden, denn die Suchmaschine hält die Seite für „nicht relevant“ und daher findet man die Seite zu einer bestimmten Suchanfrage meist in den hinteren Bereichen.

Möchte man im Internet gut aufgestellt sein, dann möchte man, dass seine Website von möglichst vielen Nutzern besucht wird. Die Website einfach online zu stellen reicht nicht mehr und großartig Werbung für eine Website zu schalten kann sehr teuer werden, daher sollte man versuchen die Website so zu optimieren, dass die Website in den Suchmaschinen bestmöglich gelistet wird. Aus eigener Erfahrung kennt man wahrscheinlich die Problematik, dass man sich so gut wie nie die zweite Seite anschaut, daher kann man sagen, dass die erste Seite die relevanteste ist. Wenn man auf der ersten Seite dann noch auf Platz 1-3 mit seiner Website angezeigt wird, dann hat man sehr gute Chancen, dass der Nutzer auf die eigene Homepage gelangt.

Das ist ja alles schön und gut, aber geht das auch konkreter?
Ja, das geht natürlich konkreter. Bevor man aber den Bereich SEO intensiver beleuchten kann, muss man erst einmal ein Grundverständnis dafür schaffen, was überhaupt in dem Bereich passiert. SEOs optimieren nicht nur für Suchmaschinen, sondern messen und analysieren auch. Sie erkennen Trends und Problematiken, sie bewerten die Website und setzen Schwerpunkte, sie sind technisch so bewandert, dass sie aus Sicht der Suchmaschinen ihre Website bewerten und beachten und erstellen Konzepte, wie die Performance und die Qualität der Website noch gesteigert werden kann. Dabei handelt es sich nicht nur um Vermutungen, sondern viele Ereignisse und Erkenntnisse lassen sich direkt belegen. In den seltensten Fällen kommt es dazu, dass ein guter SEO sagt „ich glaube man sollte das so umsetzen, aber ganz sicher bin ich mir nicht.“ Natürlich gibt es auch Probleme, die man nicht ausschließlich alleine bewerten und lösen kann, daher verfügen gute SEOs über ein breites Netzwerk an Spezialisten, sodass sie Feedback und Erfahrungen anderer in ihre Empfehlung miteinfließen lassen können.

Gibt es auch Beispiele, oder bleibt das bei den unkonkreten Erklärungen?
Natürlich lässt sich auch ein fiktives Beispiel durchgehen. Folgender Fall: In den letzten zwei Wochen hat man festgestellt, dass sich die Sichtbarkeitskurve negativ entwickelt hat. Was genau Sichtbarkeit ist? Die Sichtbarkeit ist ein SEO-Wert, der einem einen Hinweis gibt, wie sich die betreute Website entwickelt. Dieser Wert wird aus folgenden Kennzahlen gebildet: Anzahl der Keywords, zu denen die Seite gefunden wird, Suchvolumen hinter den Keywords, Positionen der Keywords und Wettbewerb zu den Keywords. All diese Kennzahlen bilden den letztendlich Sichtbarkeitswert. Was passiert aber, wenn der Wert sich aus irgendeinem Grund negativ entwickelt, obwohl doch eigentlich konstant an der Website optimiert wurde? Fällt die Sichtbarkeitskurve, dann muss der SEO ermitteln, wie es dazu kommen konnte. Er wird sich die Keywords (+Positionen) vor dem Sichtbarkeitsabfall anschauen und nach dem Sichtbarkeitsabfall anschauen und diese miteinander vergleichen. Er wird schauen, ob die Keywords, die sich negativ entwickelten in einem bestimmten Verzeichnis liegen, er wird sich im Marketing erkundigen, ob in dem Bereich bestimmte Maßnahmen umgesetzt wurden und er wird versuchen andere Faktoren auszuschließen. Letztendlich muss ein SEO nicht nur eine Seite optimieren, sondern er muss auch herausfinden können, wo die Website Schwächen aufweist. In diesem beschriebenen Fall kann es sein, dass sich mehrere Keywords, die ein hohes Suchvolumen besitzen, um mehrere Keywordpositionen verschlechterten. Wenn das rausgefunden wurde, dann können weitere Schritte eingeleitet werden, die aufzeigen, warum sich diese Positionen negativ entwickelt haben und zugleich müssen Strategien entworfen werden, wie man diese Keywords wieder stärken kann. So gesehen arbeitet der SEO Schwächen auf, ist in der Lage den aktuellen Stand der Website widerzugeben und zugleich ist er in der Lage zukünftige Maßnahmen zu erarbeiten, die dafür sorgen, dass sich Positionen der Website in den Suchmaschinen verbessern.

Was wären denn mögliche Aufgaben eines SEOs?
Mögliche Aufgaben eines SEOs wären unter anderem:

Die Keywordrecherche
Soll eine neue Seite bzw. Unterseite erstellt werden, dann sollte man vorher schauen, ob diese Thematik überhaupt für Nutzer interessant ist. Hierzu kann man schauen, welche Suchanfragen es zu dem Thema gibt und wieviel Suchvolumen zu den Keywords vorhanden ist. So kann eine Art Leitfaden erstellt werden, welche Themen auf der Seite/Unterseite aufgegriffen werden müssen, wie das Wording zu dem Thema aussieht und wie die Seite inhaltlich aufgebaut werden soll.


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Die Crawlingauswertung
Möchte man sehen, wie eine Suchmaschine aus technischer Sicht die eigene Website sieht, dann muss man eine Website aus Sicht der Suchmaschine crawlen und das Ergebnis des Crawling analysieren und auswerten. Hierzu benutzt man ein Programm, welches sich die Website wie die Suchmaschine ansieht und so dem SEO zeigt, was alles gesehen, erkannt und interpretiert werden kann. Diese Erkenntnis ist für den SEO sehr wichtig, denn ein guter SEO kann aus dieser Crawlingauswertung direkte Maßnahmen und Optimierungsmöglichkeiten ableiten.

Erstellung einer Site Clinic
Wenn es darum geht, dass ein SEO eine neue Website betreuen soll, dann lohnt sich eine Site Clinic. Site Clinic bedeutet, dass der SEO alle möglichen Defizite strukturiert aufzeigt. Hierbei werden alle möglichen Problematiken aufgezeigt und zugleich schon Hinweise und Erklärungen gegeben, wie diese Defizite behoben werden können. Es geht also nicht nur um das Erkennen der Problematiken, sondern auch gleich um die Optimierung.

Keywordmonitoring
Wenn eine Seite zu bestimmten Suchanfragen/Keywords gefunden wird, dann möchte man nicht nur wissen, auf welchen Positionen diese gefunden werden, sondern möchte auch wissen, wie diese Keywords sich entwickeln. Meist werden vom Marketing bzw. vom Unternehmen Keywords bestimmt, die besonders wichtig sind, daher sollte man diese Keywords monitoren, sodass man bei eventuellen Veränderungen gleich reagieren kann. Hier sieht man, dass der Job nicht nur in der Optimierung liegt, sondern dass auch Analyse und Monitoring eine große Rolle spielen.

Backlinkanalysen
Da man heutzutage nicht nur wissen möchte wer alles auf die eigene Homepage verlinkt, sondern auch wie verlinkt wird, gehört die Backlinkanalyse zu dem Aufgabengebiet eines SEOs. Suchmaschinen ziehen die Backlinks zur Bewertung der eigenen Seite heran, deshalb sollte man nicht nur im Blick haben, welche es zur Zeit gibt, sondern sollte auch die Linkgeber analysieren, den Zeitraum der Backlinkentwicklung die Arten der Backlinks. Backlinks sind ein wichtiges Kriterium zur Bewertung einer Website, deswegen sollte man diesem Thema auf jeden Fall viel Aufmerksamkeit widmen.

Sehr interessante Beschreibung – diese Informationen möchte ich gern auf Twitter teilen

Erstellung von Linkmodulen
Damit der Suchmaschinencrawler sich die ganze Website anschauen kann, muss man dafür sorgen, dass er auch alle Seiten und Unterseiten erreichen kann. Das bedeutet, dass ein SEO schauen muss, dass der Crawler optimal durch die eigene Seite navigieren kann. Durch die interne Verlinkung hat ein SEO die Möglichkeit eigene Schwerpunkte auf der Website zu legen und dem Crawler durch die interne Verlinkung diese mitzuteilen. Besitzt eine Seite viele tausend Unterseiten, dann fällt es dem Crawler schwer alle Websiten zu erreichen, da er sich teilweise durch sehr viele Ebenen klicken muss, bis er zu letzten Seite kommt. Ein SEO weiß von dieser Problematik, daher baut er Linkmodule, damit der Crawler mit wenigen Klicks alle Website erreichen kann. Weshalb er die Websiten erreichen muss? Damit er diese interpretieren, indexieren und bewerten kann.

Das sind nur ein paar Beispiele von Tätigkeiten und Aufgaben, die ein SEO übernimmt. Letztendlich gibt es noch sehr sehr viel mehr Aufgaben, aber diese sind von Fall zu Fall unterschiedlich und man kann diese meist nicht verallgemeinern, da die Probleme meist individuell sind.

Ich möchte ein SEO werden, was muss ich dafür tun?
Wenn du der Meinung bist, dass SEO genau dein Fall ist, dann hast du mehrere Optionen, wie du am Besten in den Bereich einsteigen kannst. Da es im Bereich SEO eigentlich kein Studium und keine Ausbildung gibt, lohnt es sich ein Praktikum bzw. Trainee-Programm anzustreben, in dem du die Grundlagen kennenlernst und dich mit der Materie vertraut machen kannst. Eine Ausbildung im Bereich Medien ist meist von Vorteil, weil du so das strukturierte Arbeiten lernst, welches du als SEO benötigst. Eine Ausbildung ist allerdings kein muss. Wenn du bereits Websitenbetreiber bist und schon Erfahrung in dem Bereich sammeln konntest, dann könntest du versuchen gleich in dem Bereich zu arbeiten. Auch hier ist ein Traineeship, oder ein Praktikum sicherlich eine gute Wahl.

Welche Eigenschaften benötige ich denn, wenn ich als SEO arbeiten möchte?
Als erstes kann man wahrscheinlich die Neugier anführen. Bist du neugierig und möchtest wissen und verstehen wieso sich einige so entwickeln, wie sie es tun, dann bist du als SEO schon mal richtig. Wer gern technisch forscht und sich nicht damit zufrieden gibt zu sagen „das wird schon seine Gründe haben, aber ich verstehe es nicht“, der kann im Bereich SEO gut aufgehoben sein.

Das analytische Denken. Als SEO musst du analytisch denken können. Du musst Zusammenhänge verstehen können und musst Zahlen interpretieren können. Du musst viel testen und aus den Testergebnissen Empfehlungen ableiten können. Du musst in der Lage sein mit Rohdaten zu arbeiten und diese korrekt zu verstehen. Dir muss jederzeit klar sein, was du gerade untersuchst, was das Ziel ist und mit welchen Mitteln du gerade arbeitest. Du musst diese Mittel bewerten können und eigene Schwerpunkte setzen können.

Du arbeitest sorgfältig. Als SEO kann man es sich nicht leisten unsauber zu arbeiten. „Egal“ und „passt schon“ gibt es hier genau so wenig wie in anderen Berufen. Deine Erkenntnisse und deine Empfehlungen müssen korrekt sein, denn sie sind teilweise ausschlaggebend für weitere Maßnahmen und Strategien.

Du bist kommunikativ. Sei es als Consultant, oder als Inhouse SEO, du hast Spaß mit anderen zu kommunizieren und bist eher extrovertiert. Du musst schließlich mit anderen Abteilungen bzw. Kunden kommunizieren, daher sollte es dir nicht schwer fallen den Hörer in die Hand zu nehmen und mal zu telefonieren. In Meeting kannst du deine Erkenntnisse präsentieren und offen darstellen.

Du kannst gut mit Zahlen umgehen. Im Bereich SEO wird viel mit Zahlen gearbeitet, daher solltest du auch zahlenaffin sein. Seien es Statistiken, oder Diagramme, du weißt, wie man diese korrekt zu interpretieren hat.

Wie könnte denn so ein typischer Arbeitstag aussehen?
Hier muss man mal differenzieren, ob man als Consultant tätig ist, oder ob man ein Inhouse SEO ist. Ein Consultant arbeitet in Agenturen oder Unternehmensberatungen und betreut dort Kunden, ein Inhouse SEO arbeitet für ein Unternehmen und betreut dort den Webauftritt. In diesem Fall wird der Arbeitsalltag eines SEO-Consultants aus der ICH-Perspektive beschrieben.

Es ist Montag 8 Uhr morgens und der Arbeitstag beginnt. Nachdem man sich bei dem örtlichen Kaffeeautomat ausgerüstet hat, geht es weiter Richtung Büro. Jetzt erst einmal den Rechner starten, den Blick Richtung Kalender und feststellen, dass es bereits am morgigen Tag zu einem Kunden geht. Dieser Kunde ist noch neu und benötigt eine grobe Einschätzung, was alles optimiert werden kann und muss. Da man bereits schon über relativ viel Erfahrung in dem Bereich verfügt und der Kunde noch gar nicht, fällt es nicht allzu schwer Schwachpunkte auszumachen und diese in einer Power Point Präsentation festzuhalten. Bevor das allerdings losgeht, schauen wir zuerst einmal in unseren Feedreeder, denn bevor der Arbeitstag beginnt, muss ein SEO wissen, was alles in den letzten Stunden passiert ist. Hierzu wurden diverse Blog abonniert und auch Twitter ist ein gutes Medium um sich auf dem Laufenden zu halten. Nachdem die neuesten Erkenntnisse durchgelesen wurden, trifft man sich mit dem Team um zu besprechen, was alles den Tag über anliegt und wie die kommende Woche aussieht. Nach dem Meeting arbeitet man sich durch seine E-Mails und tritt mit den Kunden in Kontakt, die man betreut. Man präsentiert die Ergebnisse, die man die vorige Woche erarbeitet hat, überlegt sich, was diese Woche alles benötigt wird, reagiert auf Kundenwünsche und Kundenanfragen und baut die Präsentation für den Kundentermin am morgigen Tag. Mittlerweile ist es 15 Uhr, man hat bereits Mittag gemacht und kümmert sich nun um die E-Mails. Zwischendurch gibt es noch ein Gespräch mit den anderen SEO-Consultants, in dem gemeinsam eine Problematik erörtert wird und welche Maßnahme man am besten empfehlen kann. Man bucht seine Reisetickets für die kommende Woche, baut noch ein paar Präsentationen für die anderen Kundentermine und arbeitet seine ToDo Liste ab, die sich im Laufe der Zeit aufgebaut hat. Man geht auf Problematiken der Kunden ein, die über das Wochenende angefallen sind, schaut sich die Kennzahlen aller Kunden an und analysiert die Entwicklung aller Kunden. Zudem notiert man genau, wieviel Zeit man für welchen Kunden benötigt, denn viele Kunden buchen einen bestimmten Zeitraum (beispielweise 6 Stunden SEO-Betreuung pro Monat), sodass man notiert, welche Leistungen man für den Kunden erbracht hat. Am Ende des Tages gegen 18 Uhr werden noch einmal Mails gecheckt, die ToDo Liste für den nächsten Tag vorbereitet, die Präsentation auf einen USB-Stick gezogen und dann geht es nächsten Tag mit dem Flieger auf schon los Richtung Kundentermin.

Kevin Jackowski

Kevin Jackowski

Kevin Jackowski ist Online Marketing Experte und Gründer des Portals OnlineMarketingEinstieg.de. Er ist Fachautor, Mitglied im XOVI Expertenrat, Speaker und hält eigene SEO Seminare.

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