Newcomerinterview mit Justus Blümer

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Hallo Justus, freut mich, dass dir die Interviewidee gefallen hat! Bei dir ist der Begriff Newcomer eigentlich schon unpassend, da du ja auch schon seit Jahren in der Branche aktiv bist. Magst du dich den Lesern kurz vorstellen?

Hallo Kevin, ich danke für das Interesse! Stimmt, ich bin thematisch schon etwas länger mit dabei. Kurz nach der Gründung von Wingmen Online Marketing durch Florian Stelzner und Johan von Hülsen bin ich als SEO Consultant dazugestoßen und bin mittlerweile seit einem halben Jahr mit von der Partie.

Du bist ja eigentlich noch recht jung. Wie hast du es geschafft dir schon so früh einen Namen in der Branche zu machen und soviele Erfahrungen zu sammeln?

Ob ich wirklich einen Namen in der Branche habe kann ich schlecht beurteilen, was ich aber sicher weiß ist, dass ich in den letzten zwei Jahren unglaublich viele neue und hochinteressante Leute kennengelernt habe, die sich genau so für Onlinemarketing und SEO begeistern wie ich und darauf kommt es mir an. Sich gegenseitig neue Ideen zu liefern und Erfolge zu teilen macht einfach Spaß, umso mehr noch wenn man diese Erfolge zusammen erarbeitet hat.

Für mich hat dieser Weg dorthin relativ lange gedauert. Als selbstständiger Webentwickler haben mich meine Kunden irgendwann immer häufiger gefragt woher sie denn nun die Besucher für ihre Website herbekommen sollen und so bin ich ganz einfach aus der Not heraus zum ersten Mal mit Suchmaschinenoptimierung in Kontakt gekommen. Der Funke ist dann ziemlich schnell übergesprungen und ich habe jeden Blog zum Thema abonniert, Foren durchgearbeitet und saß jede Woche Dienstag pünktlich für SEOfm vor dem Rechner, um neue Tipps aufzusaugen und meine eigenen Projekte aufzubauen und zu optimieren.
Der entscheidende Punkt war dann ein Praktikum bei der strategischen SEO-Beratung TRG The Reach Group, wo der Groschen fiel und ich wusste: „Das will ich machen.“

Wenn du so zurückschaust, was würdest du sagen hilft Online Marketing Einsteigern am meisten? Wie sollte man am besten vorgehen, wenn man im Online Marketing Fuß fassen möchte?

1) Eigene Projekte
Das trifft für Online Marketing insgesamt zu und für SEO noch mehr. Baut euch eigene Testsysteme, in denen ihr experimentieren könnt und freie Hand habt. Insbesondere wenn man das Glück hat noch relativ viel Zeit zur Verfügung zu haben, sollte man sie nutzen, um etwas eigenes auf die Beine zu stellen.
Fachwissen kann man sich anlesen, die viel wichtigere Erfahrung sammelt man am besten selbst. Dabei kommt es sogar nicht einmal unbedingt auf finanziellen Erfolg an, hilft aber zu veranschaulichen wie ihr tickt und dass ihr Motivation mitbringt.
2) Austausch
Schreibt einen Blog, diskutiert auf Facebook mit, besucht sinnvolle Konferenzen oder OM-Stammtische in eurer Gegend, aber bleibt nicht allein. Wenn ihr euer Wissen und eure Ideen teilt werdet ihr viel schneller als relevanter Teil der Branche wahrgenommen und respektiert.

Online Marketing bedeutet tägliche Weiterbildung. Welche Quellen und Medien nutzt du um dich täglich weiterzubilden?

Mein Hauptinformationskanal ist Facebook, das den RSS-Reader für mich schon vor einer ganzen Weile abgelöst hat. Noch wichtiger ist das schnelle „Hey, schau mal“ im Büro und ausführliche Gespräche mit anderen.
Was dadurch nicht abgedeckt wird kommt über learning by doing, was ich nicht nur für Online Marketing eine sinnvolle Herangehensweise halte.

Magst du den Lesern einen Einblick in deine täglichen Arbeitswerkzeuge geben?

Ich schätze 30% meiner Arbeit findet im großartigen Texteditor Sublime Text statt – „the editor you’ll fall in love with“ ist nicht übertrieben. Sowohl zum Programmieren als auch in Zusammenarbeit mit Excel ist Sublime ein sehr mächtiges Tool, das viele Arbeiten schneller und stressfreier macht.
Was Sublime noch nicht von Haus aus kann, lässt sich nach Belieben mit den zahlreich verfügbaren Plugins nachrüsten.

Ansonsten verbringe ich viel Zeit mit SISTRIX, den Webmaster Tools, Analytics – den Grundlagentools eben.

Welche Tools und Plugins kannst du Newcomern empfehlen?

Für die wirklich interessanten Auswertungen, die kein Tool bietet, sind Programmierkenntnisse extrem von Vorteil und damit auch bei der Jobsuche ein Bonus.
Einsteigern empfehle ich node.js: Es hat eine sehr einfache Syntax, schließlich ist es simples JavaScript, das sich zum größten Teil 1:1 für Browseranwendungen nutzen lässt, so kann man die Lerneffekte bei der Entwicklung sowohl für Server- als auch Clientapplikationen nutzen.
Und auch ohne große Optimierung arbeitet es sehr zügig und eignet sich meiner Meinung nach für Crawling- und Scraping-Aufgabenstellungen wunderbar.

Und benutzt die Chrome Entwickler-Tools, sie sind einfach enorm vielseitig. Wer Spaß an Scraping und Datenaggregation hat sollte den Netzwerkmonitor im Auge behalten – was heutzutage alles mit JSON oder XML nachgeladen wird, kann häufig eine sehr interessante Datenquelle sein.

Die letzte Frage ist wie immer eine Eigenwerbungsfrage. Woran arbeitest du zur Zeit und was sind deine Pläne für 2014? Gibt es ein Projekt, welches du hier vorstellen möchtest?

Einer meiner Vorsätze für 2014 ist, mir mehr Zeit zum Bloggen zu nehmen. Wer sich für SEO interessiert, sollte also http://wngmn.de/blog/ und http://www.justusbluemer.de/blog im Blick haben.

Danke dir!

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