Berufsbild Webanalyst

„Das kann man nur über eine detailliertere Recherche herausfinden. Ich analysiere das noch mal und nehme das dann mal mit in den Report auf.“


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Wer eine Karriere als Webanalyst anstrebt, der wird diese Sätze wahrscheinlich mit in seinen Wortschatz aufnehmen. Webanalyse ist in der heutigen Zeit kaum noch wegzudenken, vor allem wenn man sich die Beträge der Marketingmaßnahmen anschaut. Es reicht schon lange nicht mehr aus eine Werbeaktion zu fahren und dann zu schauen, was alles damit erwirtschaftet wird. Heutzutage geht es darum immer intensiver zu optimieren, daher gewinnt die Webanalyse zusehends an Bedeutung. Man glaubt auf den ersten Blick gar nicht, was man alles messen und analysieren kann, daher sollte man sich bevor man eine Karriere als Webanalyst/in anstrebt, genauestens informieren. Webanalysten untersuchen beispielsweise den Erfolg einer Werbemaßnahme, zeigen Schwächen innerhalb einer Website auf, entdecken Trends und Nischen und sorgen durch ihre detaillierten Analysen dafür, dass Kosten eingespart, neue Themenfelder bearbeitet und Prozesse optimiert werden können.

Was kann denn alles so analysiert werden? Ich hätte gern ein paar Beispiele.
Kein Problem! Da man heutzutage im Webbereich einiges analysieren kann, fällt es nicht schwer ein paar Beispiele aufzuzeigen. Zum einen lohnt es sich den Traffic einer Seite genauer zu analysieren. Wenn du allerdings in dem Bereich noch nicht allzu viel Erfahrung besitzt, dann könnte es sein, dass du dich gleich ein wenig wunderst und vielleicht nicht alles auf Anhieb verstehst. Hier sollen nur Beispiele genannt werden, daher ist es jetzt nicht möglich alles detailliert aufzuschreiben, da dieser Beruf sehr komplex ist, aber man kann es ja mal versuchen.

Es ist möglich den Traffic, der auf eine Website kommt (meist die Unternehmenswebsite) detaillierter zu analysieren. Es ist möglich diesen Traffic aufzusplitten und zu schauen, welche Besucher über welchen „Kanal“ auf die Website gekommen sind. Ein Kanal wäre beispielsweise der Bereich „Paid“. Darunter fällt Google AdWords sprich die bezahlten Anzeigen der Suchmaschine. Es ist möglich herauszufinden, wer über eine solche Anzeige gekommen ist und so kann man schauen, ob beispielweise die Werbemaßnahme „AdWords“ effektiv ist. Interessant ist natürlich nicht nur der Bereich AdWords (auch wenn man durch gezielte Optimierung so stark die Kosten des Paidbereichs senken kann), sondern auch die organische Suche. Hier kann man analysieren, über welche Begriffe die Nutzer auf die Website gelangen, auch wenn diese Analyse durch „not provided“ mittlerweile stark erschwert wird, aber das ist ein anderes Thema. Eine weitere Analyse wäre beispielsweise herauszufinden, welche Seiten für die Nutzer sehr interessant erscheinen (sprich lange Besuchsdauer und Interaktion), oder auf welchen Seiten eine sehr hohe Absprungsrate auftaucht. Hier könnte man Inhalte optimieren und schauen, dass die Nutzer länger auf der Seite bleiben und deren Wünsche optimal befriedigt werden. Werden Seiten und Themengebiete herausgefunden, die von starkem Interesse sind, dann kann auf diesen Seiten beispielsweise optimierte Werbung erscheinen, doch das ist nicht mehr Aufgabe der Webanalysten. Die Analysten ermitteln Stärken und Schwächen einer Website und zeigen den Ist-Wert, was bedeutet, dass aufgezeigt wird, wie der aktuelle Stand der Website ist in Bezug auf wichtige vorher festgesetzte Leistungskennzahlen. Hier kann so ermittelt werden, ob eine „Website“ erfolgreich ist, oder an welche Stellen noch optimiert werden kann und muss. Letztendlich ist es wahrscheinlich möglich immer weiter und tiefer zu optimieren, aber das ist nicht Aufgabe der Analysten. Webanalysten untersuchen Traffic und Verhalten und geben so anderen Abteilungen wie beispielsweise dem Marketing so Hinweise, welche Maßnahmen ergriffen werden können, damit Kosten eingespart werden können und Strategien besser umgesetzt werden können.

Das klingt spannend, das will ich auch!
Wenn du bis jetzt sagst, dass dich dieses Thema sehr interessiert, dann ist es wohl jetzt an der Zeit nachzuschauen, welche Eigenschaften für den Webanalysten wichtig sind.
Wie du dir sicher schon vorstellen kannst ist es wichtig, dass du ein gutes Verhältnis zu Zahlen hast. Dein Job besteht zu ca. 90% aus Zahlen und analytischem Denken und daher ist es wichtig, dass du fit bist im Bereich Mathematik. Dreisatz, Prozentrechnung und die Anwendung von Formeln sollten dir keine Probleme bereiten, denn sie begleiten dich in deinem Arbeitsalltag.


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Zuverlässigkeit ist ein weiteres Stichwort, welches man unbedingt nennen sollte, wenn es um die Eigenschaften eine Webanalysten geht. Deine Analyse ist für die Geschäftsführung und beispielsweise dem Marketing von „höchster Priorität“, denn aus dieser Analyse wird nicht nur abgelesen, ob die Maßnahmen erfolgreich waren, sondern sie ist auch entscheidend, wie die zukünftigen Maßnahmen aussehen könnten. Wurde beispielsweise analysiert, dass der „Markentraffic“ zu gering war und es wird ein hohes Marketingbudget in Branding investiert, dann ist es wichtig, dass die Aussage korrekt ist, denn meist sorgt eine falsche Analyse dafür, dass Geld für falsche Zwecke verwendet wird und das schadet dem Unternehmen.

Dir macht es nicht aus mit Tools und Rohdaten zu arbeiten.
Möchtest du als Webanalyst arbeiten, dann wirst du mit Rohdaten arbeiten, was bedeutet, dass dir nicht von Anfang an Daten präsentiert werden, mit denen man „gleich arbeiten kann“. Du musst selber diese Daten so bearbeiten, dass du mit diesen später weiter arbeiten kannst. Dabei helfen dir diverse Tools, mit denen du täglich arbeiten musst und wirst, die alle sehr „zahlenlastig“ sind.

Du hast bereits Erfahrungen mit verschiedenen Webtechnologien gemacht?
Sehr gut, denn so hast du eine gute Voraussetzung um die „Prozesse“ hinter den Zahlen zu verstehen, Wichtig ist es Zusammenhänge zu erkennen und daraus fundierte Schlüsse ziehen zu können, die man dann mit Zahlen belegen kann. Darum ist es auch sehr wichtig eine gute Auffassungsgabe zu besitzen und „sein Handwerk zu verstehen“. Was ist damit gemeint? Damit ist gemeint, dass man so sorgfältig arbeitet, dass bei Rückfragen schnell eine fundierte Antwort gegeben werden kann. Nur wenn man in der Lage ist Zusammenhänge zu verstehen und zu erkennen, kann man seinen Job als Webanalyst gut machen.

Sehr interessante Beschreibung – diese Informationen möchte ich gern auf Twitter teilen

„Das verstehe ich nicht. Naja wird schon nicht so wichtig sein.“ Doch das ist es! Egal in welchem Zusammenhang diese Aussage fällt, wenn man so denkt, dann hat man definitiv den falschen Job gewählt. Webanalysten knien sich in ein Problem rein und untersuchen so lange, bis die Lösung des Rätsels gefunden wurde. Dabei ist die größte Motivation die Neugier und der eigene Ehrgeiz. Wenn du diese beiden Eigenschaften bei dir wiederfindest, dann kann es losgehen!

Toll und wie geht es nun weiter? Wie kann ich ein Webanalyst werden?
Möchte man in dem Bereich arbeiten, dann empfiehlt es sich sich auf ein Praktikum, oder ein Trainee-Programm zu bewerben. So hat man direkt die Möglichkeit Praxiswissen zu erlangen und zu schauen, ob einem dieser beruf wirklich gefällt, denn wie jeder andere Job gibt es hier auch Herausforderungen, die vielleicht nicht jeder bewältigen kann. Es ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn du dich auch in deiner Freizeit schon mal mit dieser Thematik auseinandergesetzt hast und damit ist kein Buch lesen gemeint. Wenn du schon ein eigenes Projekt vorweisen kannst, für das du auch im Bereich Webanalyse Erfahrungen sammeln konntest, dann ist das auf jeden Fall von Vorteil. Wichtig ist, dass man sich schon mit einem Grundverständnis bewirbt, denn es schwieriger richtig zu starten, wenn einem die Grundlagen fehlen. Aus diesem Grund sollte man sich schon 1-2 Bücher zu dem Thema kaufen und dieses Nachgelesene auch bewusst nachbauen und testen. Einzelne Begriffe werden so klarer und man kann sich ein wesentlich besseres Bild machen, von dem, was noch auf einen zukommen wird.

Und was kann ich damit verdienen?
Auch hier kommt wie bei vielen anderen Berufen darauf an, in welcher Firma man arbeitet, wie komplex die Herausforderungen sind und in welcher Position man sich befindet, aber im Internet findet man häufig Zahlen von 2800-3300€ brutto pro Monat. Diese Zahlen können jedoch stark variieren, daher sollte man immer schauen, dass man Praxiserfahrungen sammeln kann.

Berufsbild Webanalyst
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