Affiliate Marketing – Definition

0

Wenn man als Unternehmen nicht die Möglichkeit hat eigene Produkte online zu verkaufen, dann bietet das Affiliate-Marketing die Chance, dass man dennoch Geld mit seiner Unternehmenswebsite verdient. Wie das gehen soll? Affiliate-Marketing ist die Antwort. Was bereits vor vielen Jahren schon ein gängiges Offline-Geschäftsmodell war (Provision), hat sich auch im Online-Bereich durchgesetzt. In diesem Fall sind die relevanten Begriffe zu dem Thema:

Merchant
Affiliate
Provision

Doch noch mal langsam. Was genau bedeuten diese Begriffe und wieso ist Affiliate-Marketing im Online-Marketing so wichtig? Betrachtet man die drei oben aufgelisteten Begriffe, dann kann man sich schon im Groben vorstellen, wie dieses Modell aufgebaut ist. Auf der einen Seite haben wir den Merchant (kommerzieller Anbeiter eines Produkts, oder einer Dienstleistung) und auf der anderen Seite den Affiliate (Vertriebspartner). Diese Vertriebspartner erhalten eine Provision, wenn sie über ihren Webauftritt die Produkte oder Dienstleistungen des Merchants vertreiben.

Das kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen, gibt es dazu ein Beispiel?
Okay, angenommen man besitzt eine Seite zum Thema „joggen“. Diese Seite wird regelmäßig gut besucht, hat viele Interessenten und der Blog bzw. die Website wird regelmäßig gepflegt. Nun wäre es ja schön, wenn man auch etwas über diese Seite verkaufen könnte. Da man allerdings kein Produkt hat, aber ein gutes Thema mit einer passenden Zielgruppe, wäre es ja schade, wenn man nicht die Möglichkeit besitzen würde, Geld zu verdienen. Auf der anderen Seite haben wir Unternehmen X. Unternehmen X hat zwar eine Seite und auch einen Shop zu dem Thema Jogging, vertreibt offline Laufschuhe, Laufuhren und Joggingaccessoires, hat aber leider keinen Traffic, da es keinen Blog gibt, keine aktuellen Inhalte und somit auch nichts, was die entsprechende Zielgruppe im Internet interessiert.

Wie führt man jetzt Unternehmen X mit dem Jogging-Blog zusammen?
Nachdem Unternehmen X festgestellt hat, dass es sinnvoller ist, wenn es sich auf das Offline-Geschäft konzentriert, wurde online ein Partnerprogramm erstellt, welches Affiliates (wie dem Jogging-Blog) die Möglichkeit gibt sich dafür zu bewerben. Es wurden Provisionshöhen ausgemacht, einen Mitgliederlogin erstellt und alle technischen Voraussetzungen getroffen, damit auch gemessen werden kann, ab wann der Affiliate Provision verdient und ab wann nicht. Nun kann sich der Betreiber des Jogging-Blogs bei dem Unternehmen X melden und seinen Blog „einreichen“. Das Einreichen bedeutet, dass das Unternehmen X schauen kann, ob dieser Blog tatsächlich für das Partnerprogramm geeignet ist und ob alle relevanten Kriterien dafür erfüllt worden sind. Wenn ja, dann kann sich der Betreiber des Blogs einen Account bei Unternehmen X erstellen und über diesen auf viele Werbemittel zugreifen, die es ihm ermöglichen über seine Website Geld zu erwirtschaften.


Anzeige

Das klingt wieder sehr nach Theorie. Kann man das auch konkretisieren?
Angenommen der Betreiber des Joggingblogs hat eine Unterseite zu dem Thema „Abwechslung beim Jogging schaffen“, welche unter der domain.de/abwechslung-beim-jogging/ zu finden ist, und schreibt auf dieser über die Möglichkeiten, wie man das Jogging für einen selber interessanter gestalten kann. Hier hat er einen langen Text mit vielen interessanten Inhalten wie Bildern, Infografiken etc. und hat festgestellt, dass sehr viele Besucher genau diese Unterseite interessiert. Nun kann er, nachdem er sich beim dem Partnerprogramm des Unternehmen X angemeldet hat, Werbemittel von diesem zur Verfügung gestellt bekommen (die natürlich thematisch passend sein sollten). In einem Absatz schreibt der Websitenbetreiber über „Accessoires beim Joggen“. Hier kann er dann entweder einen Textklink platzieren mit einem Hinweis darauf, dass es sich um einen Werbelink handelt und man auf einen passenden Shop zum Thema „Laufuhren “, oder oder oder. Die Möglichkeiten sind schier endlos, wichtig ist aber zu verstehen, dass der Websitenbetreiber sehr viele Möglichkeiten hat Produkte zu bewerben, obwohl er selber kein Produkt zu diesem Thema besitzt.

Sehr interessante Definition – diese Informationen möchte ich gern teilen

Und wie genau wird jetzt Provision verdient?
Wenn ein User auf beispielweise diesen Textlink klickt, dann wird er auf die Seite des Unternehmen X weitergeleitet und kauft in dem besten Fall eine Laufuhr. In diesem Fall wird technisch ermittelt, dass er von dem Joggingblog kam und dass er diese Uhr erworben hat. Nun wird geschaut, zu welchem Preis er diese Uhr erstanden hat und dem Joggingblog wird ein gewisser Prozentsatz des Preises gutgeschrieben (als Provision). Meist wird dieser aggregierte Betrag (sollten noch mehr Produkte über diesen verkauft werden) am Ende des Monats auf das Konto des Blogbetreibers überwiesen.

Ist das denn wirklich heutzutage für Unternehmen interessant?
Betrachtet man die Möglichkeiten, die einem das Affiliate-Marketing bietet, dann kann man sagen, dass es vor allem für Unternehmen interessant ist, die in einer bestimmten Branche arbeiten und ihre Zielgruppen erweitern wollen. Manchmal muss man nicht das eigene Produktsortiment aufstocken, sondern kann auch, da man eine passende Zielgruppe besitzt, die Möglichkeit des Affiliate-Marketings nutzen um das eigene Geschäftsfeld zu erweitern. Unternehmen sind so flexibler und haben so deutlich bessere Chancen die User, die zwar interessiert sind, aber auf die das eigene Produktsortiment nicht zu 100% passt, dennoch zu befriedigen und so zusätzliches Geld zu erwirtschaften.

Kevin Jackowski

Kevin Jackowski

Kevin Jackowski ist Online Marketing Experte und Gründer des Portals OnlineMarketingEinstieg.de. Er ist Fachautor, Mitglied im XOVI Expertenrat, Speaker und hält eigene SEO Seminare.

Möchte ich später lesen:

Affiliate Marketing – Definition
5 (100%) 5 votes

Comments are closed.